Instant Articles und das Stockholm-Syndrom

Jedes Unternehmen muss Geiseln nehmen, ne Quatsch – ich meine Geld verdienen. Das trifft auf Facebook ebenso zu wie auf Verlage. Nun ist man als amtlicher, total hipper Verlag natürlich mit einer Fanseite vertreten – klar. Für die Durchdringung muss aber mittlerweile ordentlich Kohle auf den Zuckerberg werfen, damit jene journalistischen Meisterwerke auch an die vermuteten Leser ausgeliefert werden können. Oft werden hier Artikel aus von der eigenen Verlagshomepage verlinkt. Dem ist, aus wirtschaftlichen Gründen, erstmal nichts hinzuzufügen. Über Moral seitens Facebook spekuliere ich mal lieber nicht.

Nun bin ja immer ein Freund von Win/Win-Situationen und so auch von dieser. Unser beliebtestes Netzwerk möchte, bei verlinkten Artikeln, die Leute nicht durch katastrophalen Ladezeiten von  4 – 8 Sekunden verlieren. Deswegen können Verlage die Nachricht nun selbst ein ohne Verlinkung auf Facebook veröffentlichen. Das ging natürlich auch schon vorher irgendwie. Allerdings dürfen nun auch Werbeerlöse größtenteils einbehalten werden- Hooray!. Es profitieren also zunächst beide Seiten davon.

Jetzt kommt Sie aber, meine böse Prophezeiung: Denn!, Facebook wird es nicht ewig geben. Das weiß ich, weil ich mal einen Artikel auf StudiVZ zum Thema AOL verfasst habe. Okay, das ist gelogen, verdeutlicht aber was ich meine.

Irgendwann kommen Verlage möglicherweise auch auf die glorreiche Idee, von Facebook Geld für die Veröffentlichung zu verlangen. Aber auch Facebook hat die Spielregeln beinahe im Halbjahrestakt geändert. So waren Fanseiten z.B. früher deutlich sichtbarer. Es würde mich also nicht gerade überraschen wenn Facebook hier, nachdem alle Verlage an Board sind, noch einmal nachbessert.

Dennoch bin ich, trotz deutlicher Magenschmerzen, dem Stockholm-Syndrom verpflichtet. So fühle ich mich ein Stück weit in Geiselhaft genommen, sympathisiere aber mit dem sozialen Netzwerk weil es Probleme der Erreichbarkeit bestimmter Nutzergruppen löst. Verlage finden hier zumindest statt, was ich von vielen anderen Kanälen nicht behaupten möchte.

Bleibt nun abzuwarten welche Verlage hier mitspielen und wie diese dann ihre eigenen Ökosysteme schützen.

Instant Articles und das Stockholm-Syndrom 2015-05-19T06:52:55+00:00

Kreative Bushaltestellenwerbung

“Echter als die Wirklichkeit”, oder wie immer die Headline gesetzt sein könnte. Nur handelt es sich nicht um einen Hersteller von Displays, sondern um Pepsi. 😉

 

 

via

Kreative Bushaltestellenwerbung 2014-03-26T19:30:44+00:00

Supergeil made by Edeka

Wenn ein Spot nicht in erster Linie das Produkt in den Vordergrund stellt, dann spricht man im Marketing von viraler Werbung. Durch witzige Darstellung verteilt sich das Video quasi automatisch über die sozialen Netzwerke. Ganz nebenbei erfährt man dann auch den Urheber des Videos – in diesem Fall Edeka. Natürlich darf dieses Video hier nicht fehlen, denn es wurde bereits fast 7 Millionen mal herunter geladen.

Supergeil made by Edeka 2014-03-13T07:54:18+00:00

High Five!

Oh Gott, das ist eigentlich Werbung für einen Mobilfunkanbieter? Naja, egal witzig ist es trotzdem! 🙂

via Feingut

High Five! 2012-11-24T16:00:33+00:00

Der entfesselte Ball

Mehr als ein Mittagshappen ist das Video zwar nicht, aber aufgrund der optischen Qualität einen Post wert. Das ist übrigens Werbung für die “Mets” eine amerikanische Baseballmanschaft.

Der entfesselte Ball 2012-10-24T12:46:30+00:00

Alles gratis! – JETZT Hacker werden!

Man sollte solche Magazine nicht mehr kaufen… Nicht weil mit deren Artikeln Gesetze gebrochen werden, sondern weil es Lockartikel sind, die in den meisten Fällen vieles mit sich bringen, nur nicht das erhoffte.

via Netzpolitik

Alles gratis! – JETZT Hacker werden! 2011-11-10T21:00:27+00:00