Instant Articles und das Stockholm-Syndrom

2015-05-19T06:52:55+00:00

Jedes Unternehmen muss Geiseln nehmen, ne Quatsch – ich meine Geld verdienen. Das trifft auf Facebook ebenso zu wie auf Verlage. Nun ist man als amtlicher, total hipper Verlag natürlich mit einer Fanseite vertreten – klar. Für die Durchdringung muss aber mittlerweile ordentlich Kohle auf den Zuckerberg werfen, damit jene journalistischen Meisterwerke auch an die vermuteten Leser ausgeliefert werden können. Oft werden hier Artikel aus von der eigenen Verlagshomepage verlinkt. Dem ist, aus wirtschaftlichen Gründen, erstmal nichts hinzuzufügen. Über Moral seitens Facebook spekuliere ich mal lieber nicht.

Nun bin ja immer ein Freund von Win/Win-Situationen und so auch von dieser. Unser beliebtestes Netzwerk möchte, bei verlinkten Artikeln, die Leute nicht durch katastrophalen Ladezeiten von  4 – 8 Sekunden verlieren. Deswegen können Verlage die Nachricht nun selbst ein ohne Verlinkung auf Facebook veröffentlichen. Das ging natürlich auch schon vorher irgendwie. Allerdings dürfen nun auch Werbeerlöse größtenteils einbehalten werden- Hooray!. Es profitieren also zunächst beide Seiten davon.

Jetzt kommt Sie aber, meine böse Prophezeiung: Denn!, Facebook wird es nicht ewig geben. Das weiß ich, weil ich mal einen Artikel auf StudiVZ zum Thema AOL verfasst habe. Okay, das ist gelogen, verdeutlicht aber was ich meine.

Irgendwann kommen Verlage möglicherweise auch auf die glorreiche Idee, von Facebook Geld für die Veröffentlichung zu verlangen. Aber auch Facebook hat die Spielregeln beinahe im Halbjahrestakt geändert. So waren Fanseiten z.B. früher deutlich sichtbarer. Es würde mich also nicht gerade überraschen wenn Facebook hier, nachdem alle Verlage an Board sind, noch einmal nachbessert.

Dennoch bin ich, trotz deutlicher Magenschmerzen, dem Stockholm-Syndrom verpflichtet. So fühle ich mich ein Stück weit in Geiselhaft genommen, sympathisiere aber mit dem sozialen Netzwerk weil es Probleme der Erreichbarkeit bestimmter Nutzergruppen löst. Verlage finden hier zumindest statt, was ich von vielen anderen Kanälen nicht behaupten möchte.

Bleibt nun abzuwarten welche Verlage hier mitspielen und wie diese dann ihre eigenen Ökosysteme schützen.

Instant Articles und das Stockholm-Syndrom2015-05-19T06:52:55+00:00

Instant Articles und das Stockholm-Syndrom

2015-05-19T06:52:55+00:00

Jedes Unternehmen muss Geiseln nehmen, ne Quatsch – ich meine Geld verdienen. Das trifft auf Facebook ebenso zu wie auf Verlage. Nun ist man als amtlicher, total hipper Verlag natürlich mit einer Fanseite vertreten – klar. Für die Durchdringung muss aber mittlerweile ordentlich Kohle auf den Zuckerberg werfen, damit jene journalistischen Meisterwerke auch an die vermuteten Leser ausgeliefert werden können. Oft werden hier Artikel aus von der eigenen Verlagshomepage verlinkt. Dem ist, aus wirtschaftlichen Gründen, erstmal nichts hinzuzufügen. Über Moral seitens Facebook spekuliere ich mal lieber nicht.

Nun bin ja immer ein Freund von Win/Win-Situationen und so auch von dieser. Unser beliebtestes Netzwerk möchte, bei verlinkten Artikeln, die Leute nicht durch katastrophalen Ladezeiten von  4 – 8 Sekunden verlieren. Deswegen können Verlage die Nachricht nun selbst ein ohne Verlinkung auf Facebook veröffentlichen. Das ging natürlich auch schon vorher irgendwie. Allerdings dürfen nun auch Werbeerlöse größtenteils einbehalten werden- Hooray!. Es profitieren also zunächst beide Seiten davon.

Jetzt kommt Sie aber, meine böse Prophezeiung: Denn!, Facebook wird es nicht ewig geben. Das weiß ich, weil ich mal einen Artikel auf StudiVZ zum Thema AOL verfasst habe. Okay, das ist gelogen, verdeutlicht aber was ich meine.

Irgendwann kommen Verlage möglicherweise auch auf die glorreiche Idee, von Facebook Geld für die Veröffentlichung zu verlangen. Aber auch Facebook hat die Spielregeln beinahe im Halbjahrestakt geändert. So waren Fanseiten z.B. früher deutlich sichtbarer. Es würde mich also nicht gerade überraschen wenn Facebook hier, nachdem alle Verlage an Board sind, noch einmal nachbessert.

Dennoch bin ich, trotz deutlicher Magenschmerzen, dem Stockholm-Syndrom verpflichtet. So fühle ich mich ein Stück weit in Geiselhaft genommen, sympathisiere aber mit dem sozialen Netzwerk weil es Probleme der Erreichbarkeit bestimmter Nutzergruppen löst. Verlage finden hier zumindest statt, was ich von vielen anderen Kanälen nicht behaupten möchte.

Bleibt nun abzuwarten welche Verlage hier mitspielen und wie diese dann ihre eigenen Ökosysteme schützen.

Instant Articles und das Stockholm-Syndrom2015-05-19T06:52:55+00:00

Der Nerd in den Bergen [Reisebericht]

2015-05-17T19:00:34+00:00

Sagen wir einfach ich hatte, wie auch der Rest der der Selbsthilfegruppe, anspruchsvolle aber großartige Tage hinter mir und freute mich sehr auf ein paar erholsame Tage. Die Mitglieder der “anonymen Arbeitssüchtigen” und ich starteten also mitten in der Nacht mit der Vermutung, wir seien allein auf der Autobahn. Dem war nicht so. In mir reifte die Erkenntnis, dass der katastrophale Verkehrskollaps nur durch die Tatsache ausbleibt, dass sich der Verkehr nun auf 24 Stunden verteilt.

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Der Nerd in den Bergen [Reisebericht]2015-05-17T19:00:34+00:00

Der Weg zum besseren Gedächtnis

2015-03-29T16:52:39+00:00

Ich hasse Schwächen, zumindest bei mir. Seit einigen Jahren stört es mich aber so sehr, dass ich versuche aus den Schwächen Stärken zu machen.

Kollegen, Mitarbeiter und Vorgesetzte wussten das von mir. Ich bin vergesslich. Nicht so vergesslich wie der Professor “Hastig” aus der Sesamstrasse, aber nah dran. Nun kann man sich vieles aufschreiben, aber eben auch nicht alles. Ich baute mir ein kleines Netz aus digitalen Hilfsmitteln. Das funktioniert für mich seit Jahren. Todo und Notizapps rauf und runter. Allerdings benötige ich immer meine Spielsachen – Das störte mich.

Vor ca. 2 Jahren hörte ich das erste Mal von Memotechniken, also Techniken die einem helfen sollen sich systematisch bestimmte Fakten zu merken. Viele dieser Techniken basieren darauf, dass man sich Bilder besser merken kann als Worte. Das Bild muss lediglich besonders sein bzw. “abgedreht”. Lustiger Weise kann ich mich tatsächlich an das erste Beispiel erinnern. Ein Kochlöffel der durch einen Fernseher gestochen ist. Wenn die Daten einen Bezug auf einen Fakt haben, den ich mir versuche zu merken, klappt das schon recht gut. Wenn ich einkaufen gehen wollte und Milch, Brot und Marmelade merken wollte, stellte ich mir mich vor. Einmal in Milch badend, einmal auf einem riesigen Brot springend und in einer riesigen Marmeladenschüssel sitzend.

Mit dieser Methode kann man sich also Fakten bzw. Begriffe merken. Irgendwann sah ich eine Krimiserie, in der ein sog. Gedächtnispalast erklärt wurde. Der Protagonist konnte sich unglaublich viele Fakten merken. Dieses ist nur eine Erweiterung der Bildermethode. Man verknüpft jedes verrückte Bild nur mit einem bestimmten Ort, ein weiteres mit einem anderen Ort, so dass ein Pfad entsteht, den man sich ebenfalls gut merken kann. In der “Loci-Methode” baut man sich also Pfade die einem dabei helfen, sich ein Faktenkonstrukt zu merken. Beispiele aus der Geschichte gehen dabei z.B. besonders gut.

Der “Gedächtnispalast” baut auf einer lokalen Begebenheit auf, in der man die Pfade kombiniert. So kann man sich z.B. einen richtigen Palast vorstellen, in dem jeder Gang eine andere Geschichte erzählt. Nun muss hier allerdings berücksichtigt werden, dass im allgemeinen Orte besser dafür funktionieren, wenn man diese auch wirklich kennt. So merkte ich mir die Mannschaft zur WM 2014, in dem ich mir in Gedanken bestimmte Bilder in einem mir bekannte Raum platzierte.

Den Anfang machte ein braunes Boot auf dem zwei Zahlen standen. Die “2” und die “0” passten aber nur gerade so auf das kleine Böötchen. Die “20” stand also auf einem “Boat” – “eng”. Daraus abgeleitet hatte Gernome Boateng die Nummer 20 und ich erkannte ihn auf dem Spielfeld. So merkte ich mir alle Spieler der Kader. Da die Fakten ab und zu mal aktiv abgelaufen werden müssen, kann ich nicht mehr alle Spieler. Die meisten weiß allerdings noch.

Meine Bilder funktionieren natürlich nur bei mir. Die Herausforderung an dem Ganzen ist schnell genug ein Bild zu konstruieren. Das erfordert Übung und ich bin selbst noch lange nicht richtig gut. Aber ich möchte auch kein Gedächtnissportler werden, sondern wie gesagt, nur eine Schwäche minimieren.

Ich habe mich für einen “Fantasiepalast” entschieden. Das ist etwas schwieriger zum Start, allerdings einfacher wenn er “wächst”. Mein kleiner “Gedächtnispalast” hat mittlerweile 22 Räume mit unterschiedlichen Anzahlen an Fakten. Das hilft mir zunächst nicht morgen früh daran zu denken den Müll raus zu bringen, aber meine Hilfsmittel nutze ich immer weniger. Mir macht es Spaß mir bestimmte Fakten zu merken. Wenn Ihr ähnliche Probleme habt hilft euch das vielleicht auch.

Der Weg zum besseren Gedächtnis2015-03-29T16:52:39+00:00

Habt Spaß – Irgendwann ist immer HEUTE

2015-03-26T07:24:28+00:00

Eine Mischung aus Hommage an meine Jugend sowie Ermahnung, dass trotz schnellen, stressigen Zeiten, Lebensfreude und Spaß nicht zu kurz kommen sollten. 

Die fantastischen Vier – Heute

Habt Spaß – Irgendwann ist immer HEUTE2015-03-26T07:24:28+00:00

Und alles fing mit einem Ball an…

2014-04-02T19:40:57+00:00

Ja! Ich werde nicht müde über die alten Zeiten zu sprechen. Damals als es noch keine durch Computer erstellte Bilder gab. Das erste Mal, dass ich dachte: “jetzt können man ALLES durch Computer erschaffen”‘ war als ich zum ersten Mal Jurassic Park sah. Ich wollte das auch. Ich hatte ein Programm! Ich war motiviert! Ich war…. belanglos! Denn statt Weltraumschlachten machte ich einen Planeten. Statt eines ganzen Gebäudes machte ich einen Stuhl und fand ihn auch noch gut. Noch einfacher fing alles ganz an. Das erste gerenderte was ich jemals erschuf war ein … Ball!

Wie dem auch sei. Was Leute erschufen, die sowas hauptberuflich machen, ist hier ganz nett anzusehen.

Und alles fing mit einem Ball an…2014-04-02T19:40:57+00:00

Was uns zusammen bringt…

2013-12-19T07:30:33+00:00

Große Stürme, Asteroideneinschläge, ärztliche Befunde, Revolution und Menschenrechtsverletzungen. Manchmal passieren schlimme Dinge. Es ist schade, dass wir meist erst dann näher aufmerksam werden, wenn solche Einschnitte im Leben geschehen. Das folgende Video zeigt einen anderen Jahresrückblick und erinnert uns so kurz vor Weihnachten daran, dass nicht erst etwas schlimmes passieren muss um näher zusammen zu rücken!

Was uns zusammen bringt…2013-12-19T07:30:33+00:00