Wie kann ich mir kurzfristig Dinge merken? – Der Körperbriefkasten

Körperbriefkasten

Wenn Du Dir kurzfristig nicht viel merken kannst, dann hilft der Körperbriefkasten. Der Körperbriefkasten ist eine Memo-Technik die auf Visualisierungen basiert. Wie ich bereits geschrieben habe, gibt es unterschiedliche Lerntypen und nicht alle sind besonders im visuellen geprägt. Prägnante und absurde Bilder funktionieren aber auch bei den anderen Lerntypen mit unserem Gehirn recht gut. Welche Bilder bei Dir am besten funktionieren hängt von Dir selbst, deinen Erfahrungen und Leidenschaften ab.


Nehmen wir an Du möchtest Dir merken, dass deine Freundin auf einmal am liebsten Orangen zum Frühstück ist. Nun versuch Dir diese Situation in einem absurden Bild vorzustellen. Z.B. könnte Deine Freundin auf einer riesigen Orange liegen und auf dieser aufwachen. Das Bild kommt in unserer Realität in der Regel nicht vor. Ist es absurd genug? Wenn nicht stell Dir zusätzlich vor, Deine Freundin würde sie anfangen zu essen während sie auf der Orange liegt. Dabei beißt Sie immer wilder, wie ein Tier, in die Orange, während sie noch auf ihr liegt… Hast Du das Bild? Vermutlich wirst Du Dich in 30 Minuten immer noch daran erinnern können.

Wenn es anspruchsvoller wird, und wir daraus eine Einkaufsliste machen, müssen wir diese Bilder in eine bestimmte Reihenfolge bringen. Als Hilfsmittel nehmen wir unseren Körper. Hier definieren wir 10 Körperstellen.

Diese können z.B. so aussehen:

  1. Bein
  2. Knie
  3. Oberschenkel
  4. Hintern
  5. Hüfte
  6. Bauch
  7. Brust
  8. Arm
  9. Schulter
  10. Kopf

Nun verknüpfst Du diese „Körperliste“ mit deinen absurden Bildern, um somit eine Einkaufsliste daraus zu machen. Wir wollen Orangen, Milch, Mett, eine Gurke und Kaffee einkaufen.

  1. Fuss – Die große angebissene Orange hängt in der Größe eines Fussballs an deinem Fuß und will nicht abgehen.
  2. Knie – An deinem Knie ist ein Euter, aus dem Milch tropft
  3. Oberschenkel – Dein kompletter Oberschenkel besteht aus Mett.
  4. Hintern – Aus Deiner linken Pobacke wächst eine Gurke
  5. Hüfte – Auf Deiner Hüfte tanzt eine Kaffeebohne und sinkt: „Der Kaffee ist fertig“!
  6. Bauch ..
  7. Brust ..
  8. Arm ..
  9. Schulter ..
  10. Kopf ..

Prinzip verstanden? Dann mach weiter mit der Liste und guck später woran Du Dich erinnern kannst. Du wirst überrascht sein.

Wenn Du nun einkaufen gehst, gehst Du einfach im Geist Deinen Körper ab. Du fängst mit den Füßen an, gehst weiter zu Bein etc.

Der Vorteil dieser Memo-Technik liegt in der Geschwindigkeit. Du kannst Dir sehr schnell Bilder ausdenken, weil ein Teil des Bildes bereits feststeht. Es ist immer das entsprechende Körperteil, dass mit einem weiteren Gegenstand kombiniert wird. Mit etwas Übung, kannst Du Dir hiermit sehr schnell bis zu zehn Dinge merken, womit wir zum Nachteil kommen. Diese Technik ist, je nachdem wie viele Körperteile man definiert, auf eine bestimmte Anzahl begrenzt.

Mit der Zeit verblassen die „alten“ Körperbriefkästen mit der Anlage neuer. Wie man sich langfristig mehr Dinge einprägen kann, behandeln wir hier ein anderes Mal. 😉

Hast Du Fragen zum Körperbriefkasten? Dann schreib in die Kommentare… .

 

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Sebastian Oehlschläger

Wir alle senden Botschaften. Verbal, durch Handlungen, Gesten, Mimik, aber auch durch Nicht-Handeln oder schweigen. Man kann nicht nicht kommunizieren. Wer anfängt sich auch einmal mit seinen Gedanken zu beschäftigen, versteht auch besser andere...

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