Startseite2018-12-08T14:21:07+00:00

Das Handwerk und die Digitalisierung

Jüngst habe ich einen Artikel gelesen, der das Problem des Handwerks recht gut zusammengefasst hat. Das Handwerk wird größtenteils mit Anfragen überrannt. Der Fachkräftemangel ist zumindest oft das größere Problem als die Auftragslage. So ist es oft zu bemerken, dass das Handwerk in Sachen Digitalisierung oft unter seinen seinen Möglichkeiten bleibt. Nicht weil sich die Unternehmer verweigern würden, sondern eher weil die Prioritäten sich auf das Auftragsgeschäft konzentrieren.

Das ist natürlich sehr nachvollziehbar. Neben den vielen anderen Problemen die den Fachkräftemangel auslösen, ist die bei vielen Unternehmen in den Kinderschuhen steckende Digitalisierung sicher oft auch ein Problem. Sei es bei der Kommunikation innerhalb des Unternehmens sowie auch außerhalb des Unternehmens.

Die jungen Y und Z-Generation möchte gern mitmachen und die Job selbst gestalten. Man möchte für ein modernes Unternehmen arbeiten. Das spiegeln die Unternehmen aufgrund nachvollziehbar anderer Arbeitssituation aber manchmal nicht wieder. Wie werden Aufträge koordiniert, Arbeitszeiten erfasst. Hier kann die Digitalisierung helfen die Arbeitsprozesse zu straffen und dabei auch noch cool zu sein.

Das selbe gilt für das Image des Unternehmens. Wo werden Mitarbeiter gesucht und auf die Vorteile des Berufs hingewiesen? Ich berate ich oft Unternehmen, die das Problem zwar angehen wollen, aber es oft nicht tun weil es schwieriger geworden ist, diese Menschen überhaupt zu finden. Hier muss man neue Wege gehen, kreativ sein. Glücklicherweise ist nicht bei allen, aber vielen Unternehmen aufgrund der guten Auftragslage das Geld für Investitionen da. Warum also junge Menschen nicht mal da ansprechen wo sie sich zuhause fühlen?

Die Auftragsbücher sind voll. Das ist aufgrund einen verrückten Immobilienmarktes nachvollziehbar. Aber wer zu spät wieder investiert könnte am Ende des Tages in Schwierigkeiten kommen.

Wenn Werbung zu weit geht, oder eben auch nicht.

Jüngst sieht sich die Biermarke Astra mit Rassismusvorwürfen konfrontiert. Man bildete den in Hamburg recht bekannten Inder Monty, in einem Meerjungfrauen-Kostüm ab, dass mit der Marke Kiezmische assoziiert wird.

Spätestens seit Kaya Yanar wird über mutmaßliche Sprachbarrieren indischer Mitbürger gelacht. The Big Bang Theory nimmt sich auch einen Charakter der Sprachprobleme hat und alle lachen darüber.

Und ich finde auch komisch, wenn Leute im Ausland glauben, ich würde nur Weißwurst und Sauerkraut essen.

Für mich hat das mit Rassismus nichts zu tun sondern zeigt mal wieder, dass wir in Deutschland uns lieber darüber aufregen, dass ein Inder dort abgebildet ist, statt Inder zu fragen ob Sie damit ein Problem haben. Monty wiederum, hat z.B. kein Problem mit dem Motiv, weil er weiß das es humoristisch gemeint ist.

Ja das Motiv war gewagt, aber mal im Ernst, was ist los mit den Menschen? Über was darf man denn noch lachen?

Verlieren wir unseren Humor aufgrund der starken Präsenz von Populismus und rechtem Gedankengut gewinnen Rassisten auch, nur eben anders.

Das kann ja gar nicht klappen – Was wenn Doch?

Leider ein immer wieder auftretendes Problem in unserer Gesellschaft. “Fehler machen”, ist nicht erlaubt. “Mach das nicht”, “Ich habe es Dir gleich gesagt” etc.

Die Wahrheit ist, wir lernen durch Fehler. Aber umso ungewöhnlicher die Idee, desto mehr Zweifler und Gegenspieler hat man. Verrückte Ideen werden klein gemacht, hinterfragt und abgelehnt, weil Fehler nun mal zu vermeiden sind. Dabei hören wir sehr oft. “Das kann ja gar nicht klappen” – und ja, manchmal klappen diese Dinge dann auch nicht.

Was ich allerdings manchmal vermisse ist der Mut. Mut etwas Neues zu machen, einen Fehler in Kauf zu nehmen, um zu lernen und schließlich an der Herausforderung zu wachsen.

Inspiriert durch viele Motivationstrainer oder auch dem Liedermacher Bodo Wartke, möchte ich es anders sehen:

Ja, vielleicht klappt es nicht. Aber was ist, wenn doch?

Wieviele Chancen lassen wir liegen, weil Zweifler im Weg sind? Wieviele gute Ideen, werden deswegen entsorgt?

Machst Du das was Du gern machst oder hast Du auf das falsche Pferd gesetzt?

Das Land in dem ich Leben will – Bodo Wartke

Mehr Gerechtigkeit und Toleranz gegenüber Minderheiten, sind nur einige Forderungen die Bodo Wartke in seine Lieder einbaut. Ein Leuchtfeuer an Wahrheit, dass hoffentlich den einen oder anderen erreicht. Darüber hinaus ist der recht unterhaltsam.

Ich blogge hier als Botschafter der Digitalisierung, helfe Unternehmen Ihre Botschaften zu kommunizieren und entwickle andere Botschafter. Diese Seite dient der Unterhaltung und Weiterbildung. – Sebastian Oehlschläger

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